Georg Kleber
13. Dezember 2009 bis 28. Februar 2010,
Schwäbische Galerie
Die Schwäbische Galerie im Volkskundemuseum Oberschönenfeld präsentiert vom 13. Dezember 2009 bis 28. Februar 2010 neue Arbeiten von Georg Kleber aus Rehling im Rahmen einer großen Einzelausstellung.
Obwohl seine Bilder, Zeichnungen und Skulpturen eine große Bandbreite an technischen und gestalterischen Möglichkeiten widerspiegeln, zeigt sich in ihnen stets Georg Klebers unverwechselbare Handschrift. Allen ausgestellten Arbeiten liegt zunächst einmal eine starke Spontaneität zugrunde. Doch während Klebers kleine, ganz rasch entstandene Tuschezeichnungen quasi einen ersten Eindruck vermitteln, folgt bei seinen Zeichnungen auf Vlies, seinen Ölgemälden auf Pappe, seinen Radierungen und seinen Bronzefiguren auf den unmittelbaren Grundgedanken ein langwieriger Arbeitsprozess.
Georg Kleber führt Dialog mit seinen Werken, indem er Formen herausarbeitet, neu ordnet, miteinander verbindet, strukturiert und Irritationsbereiche einbaut, auf die er wiederum reagiert, bis hin zum Übermalen und Abtragen der Farbe.
Bei seinen neuesten Bildern kommen weitere Komponenten hinzu: Verdichtungen, Zusammenfassungen von Formen durch Umrisse, eine breite Farbpalette und schließlich die Schrift. Die in das Bild integrierten Wörter und kurzen, teils banalen Sätze entstehen spontan, sie sind keine Interpretationshilfen, sondern Zeichen, die den Betrachter zu Assoziationen anregen sollen. Wie die figürlichen Motive, die auf allen Arbeiten von Georg Kleber auftauchen, sollen auch sie uns etwas erzählen.
Klebers Skulpturen sind Assemblagen, d.h. verschiedenste Gegenstände werden zusammengebaut, mit Silikon abgeformt und in Bronze gegossen. Der Guss lässt gegensätzliche Dinge miteinander verschmelzen, und – wie bei der Malerei – kommt es zu Neuzuordnungen, die eine Figur entstehen lassen. Die Arbeiten wirken, als seien sie Bildern entstiegen und greifen somit das Thema Dialog von Bild und Skulptur auf, dem sich die Schwäbische Galerie in den nächsten Jahren in einer Reihe von Ausstellungen widmen wird.
Georg Kleber, 1956 in Markt Rettenbach, Unterallgäu, geboren, studierte von 1984 bis 1989 Kunstpädagogik an der Universität Augsburg. Seit Abschluss des Studiums ist er als freischaffender Künstler tätig. 1988 erhielt er ein Arbeitsstipendium der Stadt Augsburg, von 1989 bis 1997 nahm er an Meisterkursen bei Helmut Rieger, Tim Ulrichs und Rudolf Schoofs teil. Bekannt wurde er auch durch seine zahlreichen Lehraufträge für Zeichnen, u. a. an der Schwabenakademie Irsee und der Universität Augsburg. Er kann auf eine große Anzahl von Auszeichnungen zurückblicken, darunter 2002 den Magnus-Remy-Preis der Schwabenakademie Irsee. Seine Einzelausstellungen sowie seine Teilnahme an Gruppenausstellungen bilden eine lange Liste.
Begleitprogramm:
Sonntag, 3. Januar 2010, 15 Uhr: Bärbel Steinfeld führt durch die Ausstellung.
Sonntag, 24. Januar 2010, 15 Uhr: Bärbel Steinfeld führt durch die Ausstellung.
Sonntag, 7. Februar 2010, 15 Uhr: Georg Kleber führt in die Technik der Kaltnadel-Radierung ein. Nach einer kurzen Aussellungsbesichtigung haben die Besucher die Möglichkeit, selbst eine Radierung herzustellen. Arbeitskittel empfehlenswert, Spende erbeten.
Sonntag, 28. Februar 2010, 15 Uhr: Künstlergespräch unter Leitung von Dr. Mechthild Müller-Hennig.
