Hans Härtel. In Augsburg und unterwegs
7. März bis 9. Mai 2010,
Schwäbische Galerie
Parallel zu seinen zahlreichen Auftragsarbeiten schuf Hans Härtel ein umfangreiches Werk an Gemälden und Druckgrafiken. Neben Menschendarstellungen und Blumenbildern spielten dabei vor allem Landschafts- und Architekturdarstellungen eine herausragende Rolle.
Diese Erinnerungen an Ereignisse und Reisen zeigen, wie Hans Härtel seine Umgebung beobachtete und sie immer wieder auch in anderem Lichte wieder gegeben hat. Das kann einmal der Blick aus dem Fenster seiner Wohnung bzw. seines Ateliers im Jakoberturm sein, wo er von 1954 bis zu seinem Tod lebte und arbeitete, das können die nahe gelegene Jakober Kirchweih sein, die Dult, die Argonstraße oder das Augsburger Rathaus. Auch aus der Umgebung von Augsburg gibt es eine Fülle von Motiven. So gehört zum Beispiel der Bahnhof in Adelsried zu den Themen, die Härtel in verschiedenen Techniken immer wieder bearbeitet hat. Eine Reihe von Temperabildern erinnert an seine Aufenthalte der 1980er-Jahre im Rottal (Niederbayern).
Seit Ende der 1950er-Jahre unternahm Hans Härtel, häufig zusammen mit seiner Frau, zahlreiche Auslandsreisen. Dabei zeichnete er pausenlos. Immer wieder hielt sich der Maler in der Schweiz auf. Dort interessierte er sich für ganz verschiedene Motive: In Basel beschäftigte er sich mit einer Industrieanlage, in Davos mit den Stimmungen einer winterlichen Landschaft. Am Luganer See schließlich faszinierte ihn, wie bei seinen Italien- und Spanienaufenthalten, die südliche Stimmung.
Neben Öl- und Temperabildern, neben Aquarellen und Zeichnungen entstand seit den frühen 1940er-Jahren eine große Anzahl von Lithografien. Erinnerungen an Reisen nach Moskau und Leningrad (1966), nach Marokko (1970), nach Syrien (1978) oder in die Türkei (1965 und 1972) geben nicht nur berühmte Bauwerke wieder, sondern gewähren auch Einblicke in das Alltagsleben der Menschen. Vor Ort zeichnete Härtel auf Umdruckpapier und führte das Motiv zuhause in der Technik der Lithographie aus.
Darüber hinaus begegnet uns auch eine Auswahl von Selbstbildnissen sowie Porträts einiger ihm nahe stehender Menschen aus Augsburg.
Am 5.3. 1912 in Augsburg geboren
1932-34 Besuch der Kunstschule in Augsburg bei Prof. Fritz Döllgast und Prof. Karl Rupflin
1934-39 Akademie der Bildenden Künste in München, Meisterschüler bei Prof. Karl Caspar, Mitarbeiter von Prof. Günther Graßmann
Gasthörer an der TH München bei Prof. Hans Döllgast
1939 mit Ausstellungsverbot belegt, Kriegsdienst
1947 Entlassung aus der Gefangenschaft
1972-78 Lehrer an der Staatlichen Fachlehrerausbildungsstätte für Zeichnen und Malen in Augsburg
Aufträge für Glasfenster, Mosaiken, Wandmalereien und plastische Arbeiten
Schwerpunkte im Bereich der freien Malerei: Porträt und Landschaft
Mitglied des BBK, der Künstlervereinigung „Die Ecke“ und der Neuen Münchner Sezession
Teilnahme an der Großen Schwäbischen Kunstausstellung Augsburg und an der Großen Kunstausstellung München
Am 22.12. 1990 in Augsburg gestorben
Begleitprogramm:
Sonntag, 28. März 2010, 15 Uhr
Ostermontag, 5. April 2010, 15 Uhr
Sonntag, 9. Mai 2010, 15 Uhr
Bärbel Steinfeld führt durch die Ausstellung
Sonntag, 18. April 2010, 15 Uhr
Kunst-Begegnung am Sonntag
