PROSIT NEUJAHR!

Prosit Neujahr! Der Jahreswechsel und das Glück

29. November 2015 bis 31. Januar 2016,
Volkskundemuseum

Am Ende eines jeden Jahres ist es soweit: Der Anfang steht vor der Tür. Die verrinnenden Sekunden bis Mitternacht werden heruntergezählt, zum Glockenschlag wird mit Sekt angestoßen, Feuerwerk erleuchtet den Nachthimmel, und man wünscht sich ein gutes, neues Jahr. Das Silvesterfest, der Übergang zwischen dem alten und dem neuen Jahr, wird zumeist laut, bunt und fröhlich gefeiert.

Der Jahreswechsel steht im Mittelpunkt dieser Ausstellung. Sie betrachtet diesen besonderen Abend und beleuchtet seine Hintergründe, die uns so selbstverständlich erscheinen. Doch was bedeutet es, wenn man die Zeit zählt? Wie ist unser Kalender entstanden, und warum ist er nur eine Möglichkeit unter vielen anderen, die Zeit festzuhalten?

Der Beginn des neuen Jahres war nicht immer der 1. Januar. 1582 setzte Papst Gregor XIII. diesen Tag als Jahresanfang fest, doch bis zur allgemeinen Akzeptanz dieses Neujahrstages

sollten noch einige Jahrhunderte vergehen. In Kulturkreisen mit anderen Kalendersystemen fallen die Jahresbeginne bis heute auf ganz unterschiedliche Tage – und auch das Fest wird anders gefeiert. Ein Beispiel ist das jüdische Neujahrsfest, Rosch ha-Schana, das häufig in den September fällt und an dem süße Speisen große Bedeutung haben.

Der Übergang ins neue Jahr ist von vielen Handlungen und Ritualen durchwoben. Zu den ältesten gehört das Glück wünschen, ein bis heute zentraler Brauch, den etwa frühe Einblattdrucke und bunte Ansichtskarten bezeugen. Orakelbräuche wie das noch heute beliebte Bleigießen sollten in der Silvesternacht die unbekannte Zukunft aufdecken.

Im 20. Jahrhundert ist das Fest um weitere Elemente gewachsen: Zwischen Partykultur, Feuerwerk und Millennium lädt die Ausstellung ein, die bekannte Festpraxis aus neuer Perspektive zu betrachten und Unbekanntes zu entdecken. Gezeigt werden nicht nur der Klassiker „Dinner for One“, sondern auch „Prosit Neujahr 1910“, der bislang älteste bekannte Trickfilm aus Deutschland.

Der Jahreswechsel bedeutet für viele Menschen auch einen Neuanfang, an dem die Weichen für ein „glückliches neues Jahr“ gestellt werden sollen. Dabei sind Glücksbringer nicht wegzudenken. Schweinchen, Kaminkehrer, Kleeblatt und Hufeisen – sie alle sind Boten des Guten und Besseren.

Doch was ist das eigentlich, Glück? Fest steht, Glück hat viele Facetten. Der Umgang mit Freunden und Familie kann uns glücklich machen, und in unverhofften, positiven Ereignissen steckt ebenfalls Glück. Aber auch einfache Dinge wie gutes Essen lassen uns eine Form von Glück erleben.

Was uns konkret glücklich macht, ist individuell. Allgemein hingegen ist der Wunsch, Glück zu erstreben und glücklich zu sein. Hat sich diese Suche der Menschen nach Glück in den vergangenen Jahrzehnten gewandelt? Die Ausstellung lädt dazu ein, Glück aus vielen Perspektiven zu betrachten und sich schließlich auch selbst zu fragen: „Was kann Glück sein?“ und „Was ist Glück für mich?“.


Begleitprogramm

So. 6.12.
11 Uhr Matinee-Führung
15 Uhr Weihnachtliche Familienführung mit Nikolausbesuch

Sa. 12.12. (Weihnachtsmarkt)
15 Uhr Führung

So. 13.12. (Weihnachtsmarkt)
15 Uhr Führung

So. 20.12.
11 Uhr Matinee-Führung
15 Uhr Familienführung mit Kreativ-Werkstatt: Neujahrsgrüße

Sa. 26.12.
15 Uhr Familienführung mit Kreativ-Werkstatt: Neujahrsgrüße

So. 27.12.
11 Uhr Matinee-Führung

So. 03.01.
15 Uhr Führung

So. 10.01.
11 Uhr Matinee-Führung
14.30 Uhr Familienprogramm: Moussongtheater mit Figuren,„Die Geschichte von der kaputten Uhr“, tel. Anmeldung erbeten (3,00 EUR Kinder / 6,00 EUR Erwachsene, Familien ermäßigt, inkl. Museumseintritt)

So. 17.01.
15 Uhr Familienführung mit Kreativ-Werkstatt: Glücksbringer

So. 24.01.
15 Uhr Führung

So. 31.01.
11 Uhr Matinee-Führung
15 Uhr Familienführung mit Kreativ-Werkstatt: Glücksbringer

Führungen für Gruppen auf Anfrage
Dauer: ca. 60 Min.,
Kosten: 30,00 EUR Erwachsene / 15,00 EUR Kinder (max. 20 TN) zzgl. Museumseintritt.

Oberschönenfelder Weihnachtsmarkt
Regionales Kunsthandwerk, Kulinarisches und vieles mehr, Eintritt frei!
Fr. 11.12. / 16 – 20 Uhr
Sa. 12.12. / 12 – 20 Uhr
So. 13.12. / 12 – 19 Uhr
Bitte beachten Sie das eigene Programm.

Kontakt
Schwäbisches Volkskundemuseum Oberschönenfeld
Oberschönenfeld 4,
86459 Gessertshausen
Tel. (0 82 38) 30 01-0 (Auskunft, Buchung)
Fax (0 82 38) 30 01-10
svo@bezirk-schwaben.de
www.schwaebisches-volkskundemuseum.de

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag 10 – 17 Uhr,
montags geschlossen, an allen Feiertagen geöffnet.
Heiliger Abend 10 – 14 Uhr, Silvester 10 – 14 Uhr.
Für Gruppen auch nach Vereinbarung.