AUSSTELLUNGEN

Sonderausstellungen 2017

Fotos: Basilius Kleinhans, Nora Schaeffer, © VG BILD-KUNST Bonn, 2016

Leichtigkeit und Schwere. Basilius Kleinhans und Stefan Wehmeier

19. März bis 7. Mai 2017, Schwäbische Galerie
Erstmals werden in dieser Ausstellung Werke des Bildhauers Basilius Kleinhans aus Günzburg und des Malers Stefan Wehmeier aus Hechenwang, Lkr. Landsberg/Lech, einander gegenüber gestellt. Für beide Künstler stehen gegenständliche Motive mit symbolischer Bedeutung im Mittelpunkt ihres Schaffens. Auch formal betrachtet lassen sich Übereinstimmungen finden: Basilius Kleinhans kombiniert seine kompakten Skulpturen aus Bronze und Stein oftmals mit filigranen Elementen, während Stefan Wehmeier bisweilen dem Monumentalen seiner malerisch frei aufgefassten Berglandschaften etwas spielerisch Leichtes mit zeichnerischen Elementen vorblendet... weiter 

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Foto: Tina Burkhardt

Sparen, verschwenden, wiederverwenden. Vom Wert der Dinge

2. April bis 10. September 2017, Volkskundemuseum
Heute leben wir in einer Überflussgesellschaft, in der in immer kürzeren Zeitabständen Hausrat und Kleidung verbraucht und Lebensmittel oft achtlos entsorgt werden. Der alltägliche Konsum orientiert sich dabei weniger am Zustand des Alten, sondern befriedigt Bedürfnisse nach immer mehr Neuem. Wie ist es zu dieser Entwicklung gekommen? Die Ausstellung wirft einen Blick auf den enormen Wandel vom sparsamen, oft durch Not und Mangel geprägten sorgsamen Umgang mit den Dingen bis hin zur heutigen Wegwerfmentalität. Spannende Beispiele aus den Bereichen Ernährung, Technik, Landwirtschaft, Viehzucht, Kleidung usw. bieten Jung und Alt viele Anlässe zu Vergleichen und zum Erzählen.

Zu einer wahren Materialvielfalt führte die Entwicklung der Kunststoffe. Sie veränderten den Alltag massiv und ermöglichten die günstige Massenproduktion technischer Errungenschaften, z. B. von Radios, Staubsaugern und Lichtschaltern, später auch „pflegeleichten“ Möbeloberflächen. Doch sie brachten Probleme mit sich, die uns auch in Zukunft noch beschäftigen werden: Plastikmüll, der heute bereits ganze Ökosysteme bedroht. So werden auch solche Folgen der Wohlstandsgesellschaft in den Blick genommen. Innovative Ideen aus Schwaben zeigen schließlich auch überraschende Wege zu einem bewussteren Umgang mit den Dingen... weiter

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Zur Ausstellung gibt es ein umfangreiches Begleitprogramm.

 

Foto: Helen Pavel

Entdecken, Recyclen, Bewahren. Material in der Kunst

19. Mai bis 27. August 2017, Schwäbische Galerie
Die Schwäbische Galerie zeigt begleitend zur Ausstellung „Sparen, verschwenden, wiederverwenden“ im Volkskundemuseum Arbeiten von Kunstschaffenden aus Schwaben, die spezifische Materialien – Fundstücke, Kunststoffe, Textilien usw. – in ihrem Werk einsetzen. Einige verfolgen dabei die Intention, alte Dinge neu zu beleuchten oder zu werten, anderen geht es darum, Illusionen zu wecken. Auch Gegensätzliches wird zueinander in Beziehung gesetzt. Die Bandbreite der ausgestellten Arbeiten reicht von der Materialcollage bis hin zur Installation.

 

Foto: Julia Winter

"No magic for me today" - Farbmalerei von Julia Winter

8. September bis 5. November 2017, Schwäbische Galerie
Eine starke Dynamik ist den Bildern von Julia Winter eigen. Sie überrascht mit ungewöhnlichen phantasievollen Kombinationen von Formen und Farben. Zunächst steht für die junge Malerin aus Dillingen ein freies, spontanes Arbeiten mit Pinsel, Spachtel und Spray im Vordergrund. Im Gestaltungsprozess kristallisieren sich dabei oftmals gegenständliche und assoziierbare Motive wie Landschaften oder Figuren heraus, bisweilen auch Muster. Mitunter setzt die Künstlerin das Medium Schrift ein, um eine Beziehung zum Betrachter herzustellen.

 

Grafik: Daniela Kulot

Vorsicht Baustelle! Eine interaktive Ausstellung

ab 19. November 2017, Schwäbische Galerie
Das Volkskundemuseum überarbeitet seine Dauerausstellung und schließt dazu zeitweise seine Pforten: Kein Grund, zu Hause zu bleiben! In der Zwischenzeit haben die Besucherinnen und Besucher Gelegenheit, in dieser interaktiven Ausstellung einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und ganz besondere Einblicke in die Arbeit eines Museums zu erhalten. Dabei sind Sie eingeladen, einmal die Perspektive zu wechseln und in die Rolle der Museumsmitarbeiter zu schlüpfen: Welche Themen sollte ein modernes Volkskundemuseum in den Blick nehmen? Was gehört in die Sammlung, und wohin mit dem Rest? Wie reinige ich ein Ölgemälde? Und wie viele Versehgarnituren braucht eigentlich ein Museum? Einzigartiges und Alltägliches, Kurioses und Traditionelles – Objekte werfen Fragen auf und laden zum Nachdenken ein. Es erwarten Sie ungewöhnliche Einblicke und spannende Ausblicke auf das „neue“ Schwäbische Volkskundemuseum Oberschönenfeld.

 

Foto: Andreas Brücklmair

Schnee und klirrende Kälte. Winterbilder aus der Sammlung

19. November 2017 bis 14. Januar 2018, Schwäbische Galerie
Ölgemälde, Aquarelle, Pastelle und Drucke vieler bekannter Künstler aus Schwaben – von Josef Dilger und Otto Schorer über Hermann Fischer und Hans Härtel bis hin zu Wilhelm Eger und Christian Hörl – zeigen den Winter in verschiedensten Facetten: Flusslandschaften und Gebirgsbilder stehen neben Stadt- und Parkdarstellungen mit Spaziergängern oder Schlittschuhläufern. Schnee ist dabei das zentrale Motiv und wird auf den ausgestellten Bildern auf immer wieder andere Weise dargestellt. Aber auch der Eindruck von klirrender Kälte wird spürbar werden.

 

Besucherzentrum

Oberschönenfeld und Bayerisch-Schwaben

Besucherzentrum
Das Besucherzentrum bildet den Auftakt für Ihren Besuch: Hier finden Sie den Servicebereich mit Kasse, Shop und Garderobe sowie eine kleine spannende Ausstellung zu Oberschönenfeld, den Stauden, dem Museum und Schwaben. Sie bietet Aktuelles, Historisches, Heimatliches und „Humoriges“.
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Dauerausstellungen

Noch bis 10. September 2017 zeigt das Volkskundemuseum die Dauerausstellungen „Vom Wohnen auf dem Land“ und „Bräuche durch´s Jahr – Feste im Leben“. Danach schließt das Gebäude für Umbauarbeiten. Ab Sommer 2018 wird dort die neue Dauerausstellung präsentiert.

 

Vom Wohnen auf dem Land

Volkskundemuseum, Obergeschoss
Die Ausstellung führt in Stube, Kammern und Küche eines bäuerlichen Haushalts in der ersten Hälfte des 20. Jh. Sie bietet Einsichten in die Wohnweise kleinerer und mittlerer Höfe sowie in die sozialen Beziehungen der Menschen, die zur Hausgemeinschaft gehörten, in ihre Tätigkeiten und in die kulturellen Ordnungen, in die sie eingebunden waren.
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Bräuche durchs Jahr - Feste im Leben

Volkskundemuseum, Dachgeschoss
Die Ausstellung veranschaulicht mit aussagekräftigen Exponaten und Inszenierungen Bräuche des Lebenslaufes von der Geburt bis zum Tod sowie weltliche und kirchliche Feste des Jahreslaufes. Die Einbettung der Objekte in die Lebenszusammenhänge der Menschen verdeutlicht vergangene Denk- und Lebensweisen und bezeugt die enge Verzahnung von Glaube und Alltag.
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