AUSSTELLUNGEN

Sonderausstellungen 2016

Do it yourself - Mach's doch selber!

13. März bis 9. Oktober 2016, Volkskundemuseum
Umhäkelte Bäume im Park, „Ladys Night“ im Baumarkt, ein Repair-Café in der Innenstadt – seit einiger Zeit ist in vielen Lebensbereichen ein Trend zum „selber machen“ zu beobachten. Handgemachtes wird als Alternative zur industrialisierten Massenware wieder wertgeschätzt.

Dabei ist es noch gar nicht so lange her, dass Selbstgemachtes ganz selbstverständlich zum Alltag gehörte. In erster Linie wurde aus wirtschaftlichen Gründen repariert, umfunktioniert, geflickt, gestrickt und ausgebessert. Besonders in Notzeiten blieb den meisten Menschen oft gar keine andere Wahl, als auf diese Weise knappe Ressourcen effizient zu nutzen.

Die Ausstellung beleuchtet den Bedeutungswandel des Selbermachens in den letzten rund hundert Jahren, gibt Einblicke in verschiedene Praktiken und Ursachen des „Do it yourself“ und zeigt, wie männliche und weibliche Rollenmuster Handwerk und Handarbeiten bis heute prägen. Zahlreiche individuelle Einzelstücke von der Seifenkiste bis zum Wohnzimmer aus „Upcycling-Möbeln“ sind zu entdecken... weiter

Ausstellungsflyer als Download (550 KB)

Zur Ausstellung gibt es ein umfangreiches Begleitprogramm.

 

Gratwanderung. Gemälde von Kilian Lipp

26. Juni bis 11. September 2016, Schwäbische Galerie
Die umfangreiche Einzelausstellung des bekannten Allgäuer Künstlers Kilian Lipp zeigt Gemälde, die vorwiegend in den letzten beiden Jahren entstanden sind. Zu den bevorzugten Themen gehört das Gebirge. Kilian Lipp gibt jedoch die Berge nicht als Kulissen aus der Entfernung wieder, sondern erspürt vielmehr das Detail. Es handelt sich bei seinen Bildern stets um eine Gratwanderung zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion, zwischen Klischee und Eigeninterpretation. Auch seine Menschen- und Tierbilder sind in diesem Zusammenhang zu sehen... weiter

Ausstellungsflyer als Download (1,5 MB)

 

Menschenkette. Hansjürgen Gartner – Kunstpreisträger des Bezirks Schwaben 2015 

25. September bis 27. November 2016, Schwäbische Galerie
Bilder, Grafiken und Installationen aus vier Jahrzehnten zeigt die werkumfassende Einzelausstellung des Kunstpreisträgers Hansjürgen Gartner. Den Schwerpunkt bilden Menschendarstellungen im Spannungsfeld zwischen Körperlichkeit und Abstraktion, zwischen Fantasie und Realität sowie zwischen Verletzlichkeit und Stärke. Demgegenüber treten Gebrauchsgegenstände, die sich in sogenannten Miniaturinstallationen zu Geschichten verdichten. Damit schließt sich ein Kreis: Steht am Anfang der Objektkasten mit dem Titel „Menschenkette“, so sind auch bei Hansjürgen Gartners neuesten Arbeiten politische Ambitionen zu erkennen.

 

Der Schneemann. Geschichte(n) eines Winterhelden 

27. November 2016 bis 5. Februar 2017, Volkskundemuseum
Mit Beginn der kalten Jahreszeit ist auch ein ganz besonderer Geselle wieder allgegenwärtig: der Schneemann. Selbst in milden Wintern begegnet uns der frostige Freund in Kinderbüchern und auf Postkarten, in Schaufenstern und am Weihnachtsbaum. Seit wann genau Menschen aus Schnee Figuren gestalten, ist nicht bekannt, doch als leichtes und zugleich festes Material bietet sich Schnee als Baustoff geradezu an. Der Begriff „Schneemann“ tauchte erstmals 1770 in einer Liedersammlung auf. Ein Kupferstich von Daniel Chodowiecki von 1778 gilt als die früheste Darstellung und zeigt den Schneemann als Verkörperung des Winters in bedrohlicher Erscheinung.

Die Ausstellung gibt einen Einblick in die Motivgeschichte des Schneemanns von der grimmig dreinblickenden Schneeskulptur bis zum freundlichen Plüsch-Schneemann fürs Kinderzimmer. Darüber hinaus ist die weltweit größte Schneemann-Sammlung von Cornelius Grätz aus Reutlingen zu sehen, die mit über 3.000 Exemplaren sogar Eingang ins Guinness-Buch der Rekorde gefunden hat.

 

Form und Farbe. Zugänge zu ungegenständlichen Gemälden aus der Sammlung 

18. Dezember 2016 bis 12. März 2017, Schwäbische Galerie
Im Bestand des Museums befinden sich auch Bilder mit ungegenständlicher Malerei. Diese stammen aus den letzten fünf Jahrzehnten und zeigen sehr verschiedene Auffassungen der Abstraktion – von informell bis konstruktivistisch. Präsentiert werden unter anderem Werke von Herbert Dlouhy, Burga Endhardt, Norbert Kiening und Bertram Schilling. Ihre Gemälde und Zeichnungen stecken ein großes Spektrum an gestalterischen Möglichkeiten ab. Mitmachstationen und ein umfangreiches museumspädagogisches Begleitprogramm bringen kleinen und großen Besucher/-innen die ungegenständliche Kunst näher.

 

Besucherzentrum

Oberschönenfeld und Bayerisch-Schwaben

Besucherzentrum
Das 2013 neu eröffnete Besucherzentrum im ehemaligen Schafstall der Abtei umfasst einen Servicebereich und eine abwechslungsreiche Ausstellung zu Oberschönenfeld, den Stauden, dem Museum und Schwaben: Aktuelles, Historisches, Heimatliches und „Humoriges“ bieten einen spannenden Auftakt für den Museumsbesuch.
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Dauerausstellungen

Vom Wohnen auf dem Land

Volkskundemuseum
Die Ausstellung führt in Stube, Kammern und Küche eines bäuerlichen Haushalts in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sie ermöglicht Einsichten nicht nur in die Wohnweise in kleinen und mittleren Höfen, sondern auch in die sozialen Beziehungen derjenigen, die zur Hausgemeinschaft gehörten, in ihre Tätigkeiten und in die kulturellen Ordnungen, in die ihr Leben eingebunden war.
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Bräuche durchs Jahr - Feste im Leben

Volkskundemuseum
Die Ausstellung veranschaulicht mit aussagekräftigen Exponaten und Inszenierungen Bräuche des Lebenslaufes von der Geburt bis zum Tod sowie weltliche und kirchliche Feste des Jahreslaufes. Die Einbettung der Objekte in die Lebenszusammenhänge der Menschen verdeutlicht vergangene Denk- und Lebensweisen und bezeugt die enge Verzahnung von Glaube und Alltags.
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